8 Spartipps für Familien: Geld Sparen bei Lebensmitteln & Kochen

8 Spartipps für Familien: Geld Sparen bei Lebensmitteln & Kochen

Ein Artikel von Alicia Metz-Kleine

Wie viel gibst du monatlich für Essen aus? Hast du einen Überblick? Mit einem oder mehreren Kindern kommt da ganz schön was zusammen. Bei uns sind Lebensmittel jedenfalls eine der höchsten monatlichen Ausgaben. Seit einigen Monaten sind die Lebensmittelpreise zudem deutlich gestiegen – und aufgrund der Weltlage wird das wahrscheinlich auch noch eine Weile so weitergehen. Glücklicherweise gibt es ein paar Tipps, wie man Geld sparen kann, ohne auf leckeres und gesundes Essen verzichten zu müssen. Ich verrate heute acht Spartipps für Familien. Los geht’s.

1) Saisonale Lebensmittel kaufen

Hast du einen Saisonkalender? Das lohnt sich nämlich gleich mehrfach. Und es gibt wirklich richtig hübsche, die die Küche verschönern. 

Obst und Gemüse saisonal zu kaufen ist auf vielen Ebenen eine gute Entscheidung: Es ist nachhaltiger, günstiger und oft auch leckerer. Außerhalb der Saison sind Lebensmittel deutlich teurer. Achte mal darauf. Neben dem finanziellen Effekt, vermittelt ein Saisonkalender auch direkt, dass nicht alle Obst- und Gemüsesorten das ganz Jahr über wachsen. Du kannst dann zum Beispiel jeden Monat gemeinsam mit deinem Kind schauen, welche Sorten es gibt und jede*r von euch sucht sich dann eine Lieblingssache aus, die ihr beim nächsten Einkauf mitnehmt. So weißt du, was aktuell besonders günstig ist und du kommst mit deinem Kind ins Gespräch über Lebensmittel. WinWin. 

2) Selbst kochen

Natürlich ist es absolut in Ordnung, ab und zu mal zu Fertigprodukten zu greifen, besonders im vollen und manchmal stressigen Familienalltag. Machen wir auch. Trotzdem solltest du bedenken, dass es erstens ungesünder ist – Fertigprodukte enthalten oft Geschmacksverstärker und sind stark verarbeitet – und zweitens deutlich teurer. Selbst kochen mit frischen Lebensmitteln ist also eine echt gute Sache. Vor allem als Familie. 

Wenn du noch mehr sparen möchtest, nimm als Basis günstige Lebensmittel und setze auf einfache Gerichte – ohne zu viele oder ausgefallene Zutaten (die oft teurer sind). Nudeln, Kartoffeln, Reis, Ofengemüse & Co. – finden Kinder meistens ja auch ganz gut 😉

3) Geplant und vorbereitet einkaufen gehen 

„Gehe niemals hungrig oder ohne Liste einkaufen.“ Da ist schon etwas dran. Ohne Plan durch den Supermarkt laufen, alles einpacken, worauf man Lust hat und zuhause dann merken, dass das alles gar nicht so wirklich zusammenpasst. Ist dir das auch schon passiert? Mir schon häufiger. Deswegen versuche ich, immer sehr gezielt und mit einer guten Liste einkaufen zu gehen. Was kochen wir diese Woche? Was lässt sich gut kombinieren? Was muss aufgebraucht werden? Was brauchen wir alles? Für den Kühlschrank, den Vorratsschrank … 

Zudem ist es sinnvoller, seltener einzukaufen und dafür einen Großeinkauf zu machen. Bei mehreren kleinen Einkäufen kaufst du eher Produkte, die du nicht unbedingt brauchst und hast vielleicht auch nicht jedesmal eine Liste dabei. Es kann auch eine gute Taktik sein, sich ein festes Budget festzulegen und beim Einkauf grob mitzurechnen. Wenn ihr einen Haushaltsplan habt, weißt du vermutlich den Betrag, den du ausgeben kannst oder willst. 

Ich schreibe übrigens immer erst einen Wochenplan und davon ausgehend dann die Einkaufsliste. Wochenplan? Auf zum nächsten Punkt … 

4) Mit Wochenplänen arbeiten

Wenn du einen Wochenplan nutzt, hat das viele Vorteile. Auch finanzielle. Durch einen Wochenplan werden weniger Lebensmittel weggeworfen, da du die Gerichte so planen kannst, dass verwendete Lebensmittel am nächsten Tag noch einmal benutzt werden können und zudem wird durch die Planung sowieso nur das eingekauft, was ihr als Familie wirklich braucht. Man kann Vorräte durchgucken und besser einplanen, da man organisierter die Woche plant und vorbereitet. Dadurch werden mehr Vorräte verwendet, was wiederum Geld spart. 

Außerdem geht das Einkaufen mit Wochenplan viel schneller, da du genau weißt, was du brauchst. Das Essen ist abwechslungsreicher und dadurch auch gesünder und das Kochen macht oft wieder mehr Spaß. Wie du einen Wochenplan erstellst (ohne großen Zeit- und Arbeitsaufwand) und welche Vorteile das noch hat, kannst du hier lesen. 

5) Reste verwerten

Jede*r Verbraucher*in wirft etwa 75 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg. Das sind echt krasse Zahlen, finde ich. Und natürlich kostet das Geld und ist Verschwendung. Im Sinne der Nachhaltigkeit und des eigenen Geldbeutels lohnt es sich also, so viele Reste wie möglich zu verwerten. Hier habe ich schon mal über Resteessen geschrieben, inklusive einiger Tipps. Ein Wochenplan und gut geplantes Einkaufen (siehe oben) helfen übrigens auch dabei, dass du möglichst wenig Reste hast. 

6) Leitungswasser trinken 

Leitungswasser kostet etwa 0,2 Cent pro Liter und ist damit deutlich günstiger als Wasserflaschen. Und Trinkwasser ist in Deutschland eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel. Wenn du trotzdem Sorgen hast wegen der Leitungen in deinem Haus, lohnt sich eventuell ein guter Filter. Und für alle Sprudelfans gibt es inzwischen eine große Auswahl an Wassersprudlern. Man hat außerdem weniger Arbeit (keine Wasserflaschen schleppen) und tut der Umwelt etwas Gutes. 

Achtung! Eine Ausnahme gibt es aber: Viele Expert*innen raten, dass das Leitungswasser für Babys bis zu einem Alter von etwa 6 Monaten abgekocht werden sollte.

Tipp: Man kann sein Leitungswasser auch sehr unkompliziert auf Schadstoffe testen lassen. Es gibt verschiedene Trinkwasserlabore. Einfach mal googeln oder beim Gesundheitsamt nachfragen. 

7) Vergleichen!

Es lohnt sich tatsächlich sehr, Preise zu vergleichen. Achte auf Sonderangebote oder vergleiche mit anderen Supermärkten. Oft gibt es auch stark reduzierte Lebensmitte, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft. Sie sind aber fast immer noch völlig in Ordnung und damit dann ein echtes Schnäppchen. Wenn du Preise vergleichst, solltest du immer auf die Preise nach Gewicht achten – also wie teuer sind 100 g oder 1 kg des Lebensmittels. Das steht immer recht klein gedruckt unter dem Preis des Produkts. Häufig erkennt man daran erst, welche Produkte wirklich günstiger sind. (Spoiler: viele Großpackungen sind es nicht.) In manchen Läden oder auf dem Wochenmarkt gibt es auch Obst und Gemüse mit kleinen „Schönheitsfehlern“ oder Druckstellen, dass dann deutlich günstiger verkauft wird. 

Wenn du auch ab und zu online einkaufst, habe ich auch noch einen Tipp für dich. Es gibt inzwischen mehrere Onlineshops, die zum Beispiel gerettete Lebensmittel oder Produkte aus Überproduktion verkaufen, wie SIRPLUS oder Veggie Specials. Da kann man auch richtig sparen. 

8) (Häufiger) auf Fleisch verzichten

Wenn ihr als Familie nicht sowieso schon wenig Fleisch esst bzw. vegetarisch lebt, ist das eine weitere gute Möglichkeit um zu sparen. Qualitativ hochwertiges Fleisch aus guter Haltung ist teuer (zu Recht) und muss nicht täglich auf dem Teller landen. Inzwischen gibt es so viele so tolle vegetarische und vegane Rezepte und falls man doch mal Lust bekommt, gibt es in jedem Supermarkt sogar eine richtig große Auswahl an tollen Ersatzprodukten. Aber ihr müsst auch gar nicht ganz verzichten, ein bewussterer Konsum, bei dem ein Gericht mit Fleisch etwas Besonderes ist, reicht schon – und tut Umwelt und Geldbeutel gut.

Zusatztipp

Falls du doch mal ganz spontan und ohne Liste einkaufen gehst, nimm einen Korb anstelle eines Einkaufswagens. Einfach und logisch: Wenn du weniger transportieren kannst, kannst du auch weniger einkaufen.

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